Jugend trainiert für Olympia - Leichtathletik

 

Mit einer tollen Leistung beim Kreisfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Pliezhausen  belegte die Leichtathletikmannschaft der Waldschule den 2. Platz im Grundschulwettkampf der Jungen. Neben einem wahren Medaillenregen konnten die Athleten einen schönen Pokal mit nach Hause nehmen.
Trotz einer kurzen Nacht durch das WM-Achtelfinale traten diese 10 aufgeweckte Jungs frühmorgens den Weg nach Pliezhausen zu Deutschlands größtem Leichtathletikmeeting für Schüler an: Maxim Castor, Nik Kollinger, Colin Haug, Julian Wartig, TimVeenhues, Matthias Müller, David Malthaner, Felix Strobel, Moritz Faiß und Felix Kaiser.
Schon bei der ersten Disziplin, dem 50 m-Sprint, zeigten die Ohmenhäuser, dass sie sich etwas vorgenommen hatten. Trainer „Jogi“ Eyb musste zwar etwas Überzeugungsarbeit leisten, um den Athleten klarzumachen, dass man ohne Schuhe am schnellsten laufen kann. Für die meisten war es der erste Kontakt mit einer Kunststoffbahn, doch nach einigen vorsichtigen „Gehversuchen“ auf der rauen Piste, stellten sie fest, dass man beim barfuß Laufen abgeht wie „ein Zäpfchen“: So hagelte es persönliche Bestzeiten. Mit vor Stolz geschwellter Brust kehrten die Jungs in ihr schattiges „Lägerle“ zurück um sich mit gesunder Sportlernahrung wie Gummibärchen, Waffeln und Pommes die Muckis für das Werfen mit dem 80g-Ball auf dem Nebenplatz aufzupumpen. 
Auch hier hatten die Waldschüler auf die mahnenden Worte ihres Trainers gehört und setzten die Bewegungsanweisungen leistungsorientiert in die Tat um. Wieder wuchsen die Jungs über sich hinaus und ballerten Bestweiten in den roten Sand. Nik Kollinger erzielte tolle 43 Meter und konnte sich damit für seinen wegen Übertretens der Abwurfmarke nicht gewerteten 50 Meter(!)-Wurf trösten. Danach war  Geduld angesagt, denn bis zum nächsten Wettbewerb, dem Weitsprung, mussten eineinhalb Stunden Wartezeit überbrückt werden. Ein Blick in die Vesperboxen beruhigte die Athleten, denn es war noch ausreichend Stoff zur Stärkung vorhanden.
Weitsprung heißt die Disziplin im Kampf gegen die Schwerkraft. Wieder hatten unsere Athleten genau auf die Regieanweisungen gehört: Schnell am Brett sein, nach oben abspringen und die Füße bei der Landung anschauen. Maxim Castor mutierte zum menschlichen Känguru und übersprang mit 4,06 m erstmals die begehrte 4-Meter-Marke. Auch die Kollegen erzielten ansprechende Weiten und so war der Grundstein für ein gutes Endresultat gelegt.
Damit waren die Dreikämpfe abgeschlossen und es begann das Warten auf das Highlight jeder Veranstaltung, die abschließende 8 x 50 m-Pendelstaffel. 8 Mannschaften pro Rennen rasen nebeneinander üben den Rasen, umringt von allen 1200 Teilnehmern, Begleitern und Fans, die ein solches Spektakel beim Anfeuern der Läufer veranstalten, dass der Lärm eines startenden Düsenjets dagegen wie eine Meditationsstunde wirkt. Colin Haug befreite sich vor dem Start noch kurz von einem Milchzahn und brachte so erleichtert seine Mannschaft schnell in Führung. Unsere Staffel wuchs über sich hinaus und kam ohne Verlust des Staffelstabes mit der drittschnellsten Zeit aller 118 Staffeln ins Ziel!
Die Zeit bis zur Siegerehrung wurde auch in diesem Jahr wieder durch die erstaunliche Vorführung von drei Handbikern einer Behindertensportgruppe verkürzt. Das Beherrschen und Beschleunigen dieser Hightechfahrzeuge zeigte eindrücklich, dass Handbiken ein echter Leistungssport ist. Mittlerweile wurden auf dem Rasen die Siegerpokale aufgestellt, die in der Sonne glänzten. Alle Beteiligten versammelten sich gemeinsam zu einem bunten Bild auf dem Rasen. Um die Spannung nochmals zu erhöhen, wurden  die Ergebnisse in einem Countdown vom letzten bis zum ersten Platz vorgelesen. Unsere Wettkampfgruppe umfasste 48 Mannschaften. Nachdem wir bei der Nennung des sechsten Platzes immer noch nicht aufgerufen worden waren,  meinten unsere Athleten, man habe uns vergessen! Unbeschreiblicher Jubel brach nicht nur bei uns, sondern auch bei den Jungs der FES Reutlingen aus, als die Waldschule Ohmenhausen auf den 2. Platz des „Stockerls“ gebeten wurde, denn nun wussten sie, dass sie gewonnen hatten. 
Herzlichen Glückwunsch nach Reutlingen, denn sie dürfen den Bus bestellen, der auch uns zum Oberschulamtsfinale nach Sigmaringen bringen wird!

                                                                                   F.Eyb

Hier zwei Impressionen:

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